Star Wars Facts
Rezension "Der neue Widerstand“ 2022-10-14 07:45:40
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Insgesamt ist es der Autorin Rebecca Roanhorse hervorragend gelungen, den Geist der modernen Star-Wars-Trilogie heraufzubeschwören. Leia, Rey, Finn und Rose lesen sich alle so, als kämen sie gerade von der großen Leinwand. Roanhorse trifft auch die kleinen Dinge, wie das Vokabular des größeren Star-Wars-Universums. Einzig Wedge wirkt überhaupt nicht authentisch. Der kühle, ruhige, zielstrebige Pilot, der so gut zu Luke Skywalker und Lando Calrissian passte, ist verschwunden. An seine Stelle ist ein Rentner getreten, dessen glorreiche Zeiten schon lange vorbei sind.

Die Handlung des Buches braucht eine Weile, um in Gang zu kommen, da es eine große Anzahl von Charakteren einführen muss, die es ehrlich gesagt, gar nicht gebraucht hätte. Aber wenn die Geschichte erst einmal in Gang gekommen ist, liest es sich total schnell runter. Die letzten hundert Seiten, die sich mit einem galaxisumspannenden dreiteiligen Raubüberfall befassen, der dem Widerstand die Männer und das Material verschaffen soll, die er braucht, um den Kampf gegen die Erste Ordnung fortzusetzen, sind eine großartige Lektüre. Roanhorse versteht, wie die kombinierten Weltraumschlachten und Guerillaüberfälle in diesem Universum gleichzeitig ablaufen sollten.

Im Mittelpunkt des Romans stehen zwei Beziehungen, die zumindest bisher der großen Leinwand vorbehalten waren. Während Poe die Vaterfigur für Finns übernimmt, geht es bei der Beziehung zwischen Rey und Leia ganz klar darum, die Fackel an eine neue Generation weiterzureichen. Eines der ersten Dinge, die Leia in „Der neue Widerstand“ tut, ist, die Black Squadron zurückzurufen, Poe Damerons Eliteeinheit von Sternenjägerpiloten, die schon in den Marvel-Comics ihr Ding machten, anstatt an „Die letzten Jedi“ teilzunehmen. Aber sie richtet auch einen dringenden Anruf an Inferno Squad. Dieser Cameo-Auftritt ist sogar so gut, dass ich mehr will. Aber die Mitglieder der Black Squadron, darunter Snap Wexley und Jess "Testor" Pava, tauchten auch in „Episode 9 – Der Aufstieg Skywalkers“ wieder auf.

Insgesamt fühlt sich „Der neue Widerstand“ wie ein viel wichtigeres Buch an als es z. B. Galaxy's Edge: Black Spire oder sogar die Poe Dameron-Comicserie selbst waren und ist dadurch für Liebhaber der Ära der neuen Republik auf jeden Fall empfehlenswert.

Rezension "The Rising Storm" 2022-05-25 04:22:52
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„The Rising Storm“ ist die direkte Fortsetzung von Charles Soules „Das Licht der Jedi“ und beschreibt die galaxisweiten Ereignisse, die sich um den Konflikt zwischen den Jedi und den mysteriösen Nihil drehen. Als ich "Das Licht der Jedi" rezensierte, erwähnte ich, dass es eines meiner absoluten Lieblings-Star-Wars-Bücher aus dem aktuellen Kanon ist, und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich dasselbe über „The Rising Storm“ sagen kann, nachdem ich ihn eine gewisse Zeit wirken lassen habe.
Die Haupthandlung des Buches dreht sich um die Messe der Republik. Etwa ein Jahr nach der Großen Katastrophe (wie sie in „Das Licht der Jedi“ erzählt wird) ist die Oberste Kanzlerin Lina Soh entschlossen, die Pläne für die Republikanische Messe auf Valo voranzutreiben, eine triumphale Demonstration der Stärke und Einheit der gesamten Republik. Mit den Nihil, so glaubt man, hat man sich weitestgehend abgefunden und mit einer unmittelbaren Gefahr ist nicht zurechnen. Um die Drengir kümmert sich Avar Kriss (was perfekt zur laufenden Comicserie passt!). Aber Jedi-Meister Elzar Mann kann eine verheerende Vision der Macht nicht abschütteln, und der erste Teil des Romans baut langsam auf das auf, wo von wir alle wissen, dass es kommen wird.
Die Nihil starten schließlich einen vernichtenden Angriff auf die Messe der Republik, und ich kann euch sagen: Sobald dieser beginnt, werdet ihr das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollen. Es ist ein spannender, actiongeladener, aufregender und herzzerreißender Roman, der absolut brillant geschrieben ist. Cavan Scott versteht es, die Akteure im ersten Teil des Romans so geschickt in Szene zu setzen, dass eine Welle der Spannung nach der anderen entsteht. Stellan Gios, Mitglied des Hohen Rates der Jedi, ist einer der Hauptakteure, ebenso wie andere Jedi wie Elzar Mann, Bell Zettifar, Indeera Stokes und viele andere. Es gibt die ehemalige Jedi Ty Yorrick, die Reporterin Rhil Dairo und viele wichtige Politiker - nicht zuletzt Kanzler Soh, der zum Hauptziel des Angriffs wird.
Aber nicht nur die Republik steht in diesem Roman im Mittelpunkt, sondern auch die Nihil erhalten viel Aufmerksamkeit. Wir verfolgen Marchion Ro und seine sehr geheimnisvollen Pläne sowie den sich anbahnenden Aufstand der Nihil-Sturmläufer, Pan Eyta, Lourna Dee und Zeetar. In diesem Roman erhalten wir einen umfassenden Einblick in die Nihil, und insbesondere Marchion Ro entwickelt sich immer mehr zu einer interessanten Figur. Er hat eine Menge Pläne in der Hinterhand, aber die Nihil sind frustriert, weil sie nicht alles wissen - und es ist leicht, als Leser dasselbe zu tun, aber wenn wir endlich erfahren, was sein Plan ist, wird man verzweifelt sein und Angst davor haben, was das für die Jedi bedeutet.
Und ich denke, das ist eine gute Art, den Roman zusammenzufassen. Ohne zu viel verraten zu wollen, wird dieses Buch dich am Boden zerstört zurücklassen, immer noch erschüttert von dem, was geschehen ist, und voller Angst vor dem, was noch kommt. Von dem Moment an, in dem der Angriff der Nihil auf die Messe der Republik stattfindet, bis zur allerletzten Seite des Buches hält sich Cavan Scott nicht zurück, und er schafft es, sie alle direkt in den Bauch des Lesers zu treffen (und das meine ich keineswegs negativ). Aber inmitten all dessen schafft es dieses Buch dennoch, die Heldentaten der Jedi einzufangen und hervorzuheben. Dies ist in der Tat ein goldenes Zeitalter des Jedi-Ordens, und es werden so viele fesselnde Charaktere eingeführt (ich habe mich in diesem Roman besonders in Stellan, Elzar und Bell verliebt). Die Jedi auf Valo werden direkt ins Feuer geworfen, und sie stellen sich der Situation gegen scheinbar unüberwindbare Hindernisse. Eine weitere Sache, die ich an diesem Buch sehr schätzte, war die Art und Weise, wie es mit den anderen Geschehnissen in der Hohen Republik verbunden war. Es bezog sich auf die Geschehnisse in den Comics von „Die hohe Republik“ als auch die der „Die hohe Republik - Adventures“ Reihe. Personen und Handlungen von „Race to Crashpoint Tower“ und natürlich in „Das Licht der Jedi“ werden ebenfalls fortgesetzt oder direkt aufgegriffen.

„Das Licht der Jedi" war der Roman, der den Anfang machte und uns die Heldentaten der Jedi inmitten der großen Katastrophe vorstellte. Diese Tragödie wurde von den Nihil herbeigeführt, allerdings mehr oder weniger unabsichtlich. Was passiert also, wenn die Nihil ihre wahre Stärke durch einen absichtlichen Angriff auf die Republik offenbaren? Die Folgen wären verheerend ... Elzar Manns Albtraum würde wahr werden ... und die Republik würde in eine Krise gestürzt. Genau das passiert in Der aufkommende Sturm. Es ist zweifelsfrei eines der besten Kanon Star-Wars-Bücher, die es bisher gibt.

Rezension "Solo - A Star Wars Story" 2022-03-01 14:20:05
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Die erweiterte Ausgabe von „Solo -A Star Wars Story“ von Mur Lafferty erzählt die Ereignisse des Kinofilms, einschließlich einiger Szenen, die im endgültigen Film nicht zu sehen waren, und ergänzt bekannte Szenen, die mit zusätzlichen Dialogen. Wenn euch der Film „Solo“ gefallen hat, wird euch auch das Buch eine Freude sein. Wie der Film erzählt auch Solo die Geschichte des jungen Han Solo im Alter zwischen 19 und 22 Jahren - auf seinem Heimatplaneten Corellia - über seine Zeit in der imperialen Flotte, der Infanterie, seine Begegnung mit Chewbacca und als Mitglied von Tobias Becketts Crew bis hin zum berüchtigten Kessel Run und dem Gewinn des Millennium Falcon von Lando Calrissian.

Ein großer Teil von Han's Geschichte umfasst auch seine Beziehung zu Qi'ra, einer Mitstreiterin von Corellia. Sein Wunsch, die Welt zu verlassen und der beste Pilot der Galaxis zu werden, trifft auf Qi'ra's Wunsch nach Freiheit, und das Buch beginnt damit, dass die beiden ihre Flucht aus den Fängen von Lady Proxima und der Weißwürmern-Gang planen. Dies ist auch der Beginn der erweiterten Ausgabe des Buches. Während der Anfang des Films uns zeigt, wie Han nach einem schief gelaufenen Deal einen Speeder auflädt, geht das Buch etwas weiter zurück in der Zeitlinie, um uns den Deal selbst zu zeigen. Im Laufe des Buches erhalten wir viele zusätzliche Einblicke auf Qi'ra, die ihre Gefühle gegenüber Han und ihre Beweggründe als Überlebende der rauen Welten und Situationen, in denen sie sich befindet, näher beleuchten.
Die Autorin fängt den Geist des Films gekonnt ein - den Spaß, den Humor, das Abenteuer und das Herz und baut bestimmte Schlüsselmomente aus - wie etwa Han's Zeit als Pilot in der Imperialen Flotte (und seine späteren Degradierung zur Infanterie), oder Qi'ra, die L3-37 erzählt, wie sie in den Dienst von Dryden Vos kam. Ein weiteres Beispiel ist die Beziehung zwischen Tobias Beckett und Val. Im Film bekommen wir ein Gefühl dafür, was sie einander bedeuten, aber auf der Seite erfahren wir mehr über ihre Hintergrundgeschichte und das wahre Ausmaß der Trauer, die Beckett nach Vals Verlust empfindet.

Lafferty macht sich auch die Stimmen und Persönlichkeiten der Figuren zunutze, und zwar so sehr, dass man sie sich auch dann noch gut vorstellen und "hören" konnte, wenn man den Film nicht gesehen hatte. Besonders gut gefiel mir die Art und Weise, wie sie Han Solo darstellte. Bei allem, was wir über Qi'ra erfahren, bleibt sie rätselhaft, und das ist auch gut so. Wir kennen das endgültige Schicksal von Han, aber Qi'ra muss sich erst noch entfalten. Eine Sache, die mich überrascht hat - und die eindeutig auf die Annahme hindeutet, dass die meisten Leute den Film gesehen haben, bevor sie das Buch gelesen haben - ist, dass die Enthüllung von Enfys Nest nicht für den Endpunkt auf Savareen aufgespart wurde sondern schon deutlich früher erwähnt wird. Das Kinopublikum erfuhr erst, dass Enfys eine junge Frau ist, als sie ihren Helm abnahm.
Als jemand, der Solo: A Star Wars Story mehrmals im Kino gesehen hat, ist die Romanversion genau das, was ich mir erhofft habe. Sie fängt ein, was ich an dem Film geliebt habe, und baut auf diesem Rahmen auf. Aus diesem Grund würde ich dem Roman 5 von 5 Punkten geben.

Rezension "Das Alphabet Geschwader" 2022-03-01 14:19:23
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Das Alphabet Geschwader ist eine Geschichte, die kurz nach dem Fall des Imperiums spielt und eine Gruppe von verschiedene Kampfpiloten, galaktische Anführer, gerissenen Politikern und berühmten Militärgenerälen begleitet. Bei diesem Roman handelt es sich indirekt um eine Fortsetzung. Da die Handlung über das imperiale Schattengeschwader bereits im März 2020 als Comic veröffentlicht wurde. Dieser Comic ist für die Geschichte in diesem Roman aber nicht zwingend nötig. Die Hauptfigur des Buches ist jedoch Yrica Quell. Eine TIE-Fighter-Pilotin, die vom Galaktischen Imperium desertierte und sich nach Operation Asche der Neuen Republik anschloss. Als sie dem jungen Geheimdienst der Neuen Republik zugeteilt wird, erhält Yrica die schmerzliche Aufgabe, ihre alte imperiale Staffel, die gefürchtete 204. TIE-Fighter-Schattenstaffel, zur Strecke zu bringen und eine eigene republikanische Staffel zu führen, die aus Piloten mit den verschiedensten Zielen und Idealen, verdrehten Weltanschauungen und unterschiedlichen Pilotenkenntnissen zusammensetzt. Zu Beginn des Romans wird ausführlich dargestellt wie grausam der Galaktische Bürgerkrieg zwischen dem Imperium und der Rebellenallianz tatsächlich war. Meiner Meinung nach eine absolute Stärke von Alexander Freed.

Im ersten drittel des Romans werden mehrere Piloten begleitet, die nach und nach den Großteil ihres jeweiligen Geschwaders verlieren um so am Ende den Kern des sogenannten Alphabet Geschwaders bilden. Die Charaktere in dieser Geschichte hätten nicht unterschiedlicher sein können. Gerade das macht es spannend zu lesen, wie sie ab dem zweiten Drittel des Romans miteinander interagieren und lernen im Team zu arbeiten. Im letzten Drittel des Romans findet dann das „Finale“ statt und auch hier schafft der Autor es sehr gut die Spannung bis zum Ende hochzuhalten. Gleichzeitig macht das Ende Lust auf mehr und genau das ist auch so gewollt, denn es handelt sich bei diesem Roman um den Auftakt einer Trilogie. Zu diesem Zeitpunkt gibt es Band 2 und 3 jedoch nur auf Englisch. Eine Rezension zu den jeweiligen deutschen Ausgaben wird nach Erscheinen folgen.

Der Schreibstil ist zumindest am Anfang ein wenig gewöhnungsbedürftig. Denn es wird häufig mitten in der Handlung einfach zu anderen Schauplätzen und/oder zu einer komplett anderen Handlung gesprungen, bei der man sich zunächst fragt, worum es jetzt überhaupt geht. Auch eine ganz bestimmte Handlung, die ich aus Spoiler-Gründen nicht näher erwähne möchte, wird immer wieder eingeschoben, ohne zur restlichen Story zu passen. Erst am Ende des Buches wird dieser Handlungsbogen aufgeklärt und ergibt dann Sinn. Wenn man sich einmal an diesen sprunghaften Schreibstil gewöhnt hat und im späteren Verlauf auch weiß, in welchen der vielen Handlungsbögen man sich gerade befindet, lässt es sich sehr gut und flüssig lesen. Auch beschreibt der Autor recht häufig die Gedanken der Protagonisten, was mir in anderen Star Wars Romanen so verstärkt bisher nicht aufgefallen ist.

Grundsätzlich ist die gesamte Handlung vom Anfang bis zum Ende spannend gehalten und es gibt so gut wie keine Stellen, die sich in die Länge gezogen anfühlen. Auch die allgemeine Situation, in der sich die Galaxis nach der Zerstörung des zweiten Todessterns befindet, kommt sehr gut rüber. So interessant und spannend die Handlung auch ist merkt man, dass es sich hierbei um den Auftaktroman einer Trilogie handelt und „mehr“ in den nächsten beiden Büchern kommt. Auch der Grund, dass zumindest ich mich persönlich erst an den Schreibstil gewöhnen musste, führt dazu, dass ich dem ersten Roman des Alphabet Geschwaders sehr gute 4 von 5 Sternen gebe.

Rezension "Galaxys Edge - Blackspire Außenposten" 2022-03-01 14:18:46
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Inhalt:
Der Hauptort der Handlung ist der Planet Batuu, der sich am Rand zum Wilden Raum befindet. Ein abgelegener, grüner Planet dessen Bevölkerung abseits des Konflikts zwischen dem Widerstand und der Ersten Ordnung friedlich vor sich hinlebt. Die Ruhe wird dann aber gestört, als die Spionin des Widerstands auf dem Planeten, im Auftrag von Leia Organa, eine Widerstands-Zelle errichten und neue Freiheitskämpfer anheuern soll. Begleitet wird sie von einem ehemaligen Offizier der Ersten Ordnung. Die beiden Hauptcharaktere haben eine sehr spezielle und ganz besondere Vorgeschichte. Zunächst könnte man meinen, bei den Differenzen der beiden haben, ist die Mission, auf die sie geschickt wurden, zum Scheitern verurteilt. Beide Figuren mögen dem ein oder anderen bekannt vorkommen, denn sie tauchen schon in Delilah S. Dawsons vorherigem Roman „Phasma“ auf. Den man quasi als Vorgeschichte betrachten kann, zumindest was die beiden Hauptfiguren betrifft. Da haben wir Vi, sie ist eine Spionin des Widerstands und dann den ehemaligen Captain der ersten Ordnung, mit dem Namen Cardinal bzw. Archex. Auf Batuu angekommen dauert es natürlich nicht lange, bis die Erste Ordnung Wind davon bekommt und ebenfalls auf dem Planeten landet. Vi ist also gezwungen im Geheimen weitere Widerstandskämpfer zu rekrutieren, um so ihr Team zu vergrößern. Der Aufbau des Widerstands auf dem Planeten startet zunächst sehr chaotisch aber am Ende der Geschichte hat sich ein Team von Charakteren gebildet, die unterschiedlicher nicht sein können. Ziel des Widerstands ist es, die Erste Ordnung vom Planeten zu vertreiben, ohne dass diese alarmschlagen können und weitere Truppen anfordern.

Schreibstil
Die Geschichte startet zunächst recht spannend und für Leser, die die beiden Hauptakteure noch nicht kennen, wird gut vermittelt, welche Differenzen diese Beiden haben. Man hätte aus ihrer „problematischen“ Beziehung zueinander allerdings noch etwas mehr rausholen können und hat an dieser Stelle etwas an Potential liegen lassen. Auch wenn die Geschichte im mittleren Teil etwas an Tempo verliert und sich in teils etwas unnötigen Details verirrt, ist das Erzähltempo des Romans doch sehr gut. Ich hatte nie den Eindruck, dass sich die Geschichte zieht oder an gewissen Stellen langweilig oder langatmig war.
Der Black Spire Außenposten, welcher der Haupthandlungsort ist, wurde bis ins letzte Detail beschrieben und man kann sich ein absolut gutes Bild darüber verschaffen, wie es dort ausgesehen haben muss. Das ist aber auch gewollt, da es sich hierbei um ein Werk handelt, was den Star Wars Park im Disneyland promoten soll und man sich dies doch mal persönlich besuchen soll.
Die einzelnen neuen Rekruten sind sehr gut beschrieben und ihre jeweilige Motivation dem Widerstand beizutreten ist mehr als nachvollziehbar und schlüssig erklärt. Das Finale hingegen ist dann sehr Actionreich und spannend, meiner Meinung nach allerdings etwas zu schnell abgehakt. Man hätte im mittleren Teil durchaus 50 Seiten weglassen können, und dafür das Finale um die gleiche Seitenanzahl verlängern können. Denn gerade das Ende ist recht spannend geschrieben aber leider viel zu schnell vorbei.

Fazit
Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen guten, aber nicht perfekten Star Wars Roman. Vor allem die Hauptakteurin Vi Moradi ist eine absolut symphytische und gleichzeitig knallharte Spionin des Widerstands. Gerne würde ich mehr über sie erfahren bzw. lesen wollen. Der zweite Hauptcharakter Archex/Cardinall kommt leider etwas zu kurz. Aus der komplizierten Vorgeschichte der Beiden hätte man durchaus mehr rausholen können.
Man merkt auch, dass es sich bei diesem Roman um eine „Begleit-Geschichte“ zum Galaxys Edge handelt, so positiv wie alles beschrieben wird. Der Star Wars Parkbereich, der in den Disneyland Parks gebaut wurde, bzw. gebaut wird, ist dem Black Spire Außenposten aus dem Buch nachempfunden. Der Außenposten ist unglaublich detailliert und bis in den letzten Winkel beschrieben. Dies ist aber keinesfalls schlecht, sondern bringt dem Leser den Planeten, die Stadt und auch seine Bewohner näher.
Die Geschichte im Ganzen ist recht interessant ist aber kein „Must-Read“ und wird auch nicht benötigt, um die komplette Disney-Kanon Geschichte zu verstehen. Trotzdem würde ich jedem den Roman empfehlen, der auf gut geschriebene Charaktere und auf detaillierte Beschreibungen der Schauplätze wert legt, denn Star Wars Atmosphäre hat der Roman mehr als genug. Aus diesem Grund würde ich dem Roman eine Bewertung von 3,5 von 5 Sternen geben.